Wandkreuze

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Das Wandkreuz – Symbol der Christenheit und Glaubensbekenntnis in Einem

Wer an Wandkreuze denkt, hat meistens ein großes Wandkreuz in einer Kirche, einem Kloster oder andere, religiöse Orte vor Augen. Hier, vor dem Wandkreuz, oft als symbolisches Holzkreuz aufgestellt, kommen Menschen zusammen, die gemeinsam ihren christlichen Glauben bekennen wollen. So steht das Wandkreuz als Symbol für eine der größten Weltreligionen – das Christentum. Von alters her betonen Wandkreuze damit den christlichen Glauben an die Gottessohnschaft Jesu sowie an Christi Tod und Auferstehung. Ein Wandkreuz steht damit auch für die Vergebung der Sünden durch Jesu Tod, woran alle Christen glauben dürfen. Nicht zuletzt markiert das Wandkreuz – besonders als Kruzifix, mit Christusleib - die Hoffnung der Christenheit auf die Auferstehung der Toten und das ewige Leben, wie es Christen weltweit im Glaubensbekenntnis bekennen. Auch  deshalb stehen Wandkreuze häufig in Friedhofskapellen, wo Angehörige und Freunde vor diesem Wandkreuz Abschied von ihren Verstorbenen nehmen können und so gemeinsam mit ihren Brüdern und Schwestern im Glauben an die Auferstehung Trost finden. Auf Friedhöfen finden sich Wandkreuze häufig auch außen an der Kapelle oder an anderen Gebäuden, an denen Angehörige vorbeigehen, wenn sie die Gräber ihrer lieben Verstorbenen pflegen. Auch hier lädt ein Wandkreuz zu einem kurzen Gebet, einem Innehalten in der Hektik des Alltags, zum Kreuz-Schlagen und Niederknien in Gedanken an die Toten ein.

Wandkreuze fürs eigene Zuhause – eine Einladung zur Besinnung und zur persönlichen Andacht

Sie planen in Ihrem Heim einen Ort der Besinnung, wo Sie selbst stille Andacht und persönliche Zwiesprache mit Gott halten können? Auch dann ist ein Wandkreuz der ideale Ruhepunkt für Auge und Geist, der Sie ganz zu sich selbst finden lässt. Wandkreuze für Zuhause gibt es in so vielen Formen und Ausgestaltungen, dass neben der christlichen Symbolik auch Ästhetik und Schönheit der Gestalt nicht zu kurz kommen. Ganz gleich, ob sie sich für das klassische Holzkreuz, für ein Holzkreuz mit Kruzifix, für ein Schieferkreuz aus sehr urwüchsigem Material oder für ein buntes, filigranes Glaskreuz entscheiden: Immer zeigen Wandkreuze, dass in diesem Haus an diesem Ort dem christlichen Glauben für alle sichtbar Raum gegeben wird

Das Wandkreuz und seine Geschichte – zwei einfache Holzbalken, die als Holzkreuz Kirchen- und Glaubensgeschichte schrieben

In der frühen Christenheit findet sich das Holzkreuz noch nicht in der Form, in der wir es heute kennen. Man kannte weder das klassische Balkenkreuz noch das Kruzifix. In dieser Zeit begegnen uns Kreuze vielmehr als sogenannte Staurogramme – uns Heutigen weniger als Kreuz, denn als eine weniger bekannte Form des Christusmonogramms bekannt. Wie können wir uns diese Entwicklung vom Christusmonogramm zum Kreuz, besonders in seiner heute üblichen Form, als Wandkreuz oder Kruzifix, vorstellen? Der Name Staurogramm leitet sich vom griechischen Wort stauros her, das heißt Holz oder Stamm. Mit der Ausbreitung des Christentums wurde aus diesem ganz konkreten Begriff der Symbolbegriff für Kreuze allgemein – so, wie wir es bis heute in dem Passionslied: - Holz auf Jesu Schultern – singen und bekennen. Zu diesem Symbol für das Holzkreuz wurde das Wort Stauros aber auch wegen seiner speziellen Buchstabenfolge. Der zweite Buchstabe, das T (griechisch Tau) und der fünfte Buchstabe, das R (griechisch Rho) wurden symbolisch zum Kreuz geordnet. Rho und Tau lassen sich aufeinanderlegen – wie die beiden Balken der Kreuze – wobei dann Tau das Kreuz markiert und der kleine Halbkreis des Rho rechts oben dieses erste Kreuz zum Christussymbol erweitert.

Kreuze als religiöse Zeichen  - von Konstantin bis zum Wandkreuz unserer Zeit

Ein weiteres Symbol der frühen Christenheit – noch vor dem Kreuz – ist das Christusmonogramm, das sich aus den Buchstaben XP entwickelt hat. Wobei X für den griechischen Buchstaben Chi steht – wie Christos, der griechische Name für Christus und P für Rho, das griechische R. Seine religiöse Bedeutung als Vorläufer christlicher Kreuze verdankt diese Buchstabenfolge nun einer verblüffenden Ähnlichkeit: Chi und Rho sehen aus wie die lateinischen Buchstaben X und P – und erlangten so nach und nach die Bedeutung Pax Chr(x)risti – der Friede Christi, der von Gott herkommt. Konstantin dem Großen soll dieses Christusmonogramm in einer Vision erschienen sein, die ihm weissagte: In hoc signo vincis – in diesem Zeichen wirst du siegen. So soll er, im Angesicht von Kreuz und Christusmonogramm als Feldzeichen, 312 die Schlacht an der Milvischen Brücke gegen Maxentius gewonnen haben.

Kreuze als religiöse Zeichen der ganzen Christenheit auf Erden – wie das Wandkreuz entstand

Heutige Kreuze, so wie wir sie hauptsächlich  als Wandkreuz und Kruzifix wahrnehmen, sind sogenannte crux inmissa Kreuze, auch lateinische Kreuze, Hochkreuze oder Passionskreuze genannt. Als Zeichen des Christentums und der Passion Jesu setzten sich diese Kreuze im Lauf des 5. Jahrhunderts nach Christus mehr und mehr durch.

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